Sonntag, 25. Oktober 2009

Verlassen oder Verlassen

Deutsch ist immer noch eine schwere Sprache. Wir gebrauchen ein Wort und es hat mehrere Bedeutungen. So ist es auch mit "VERLASSEN".
Einmal sagt es, dass ich einsam bin, keiner steht mir bei. Ich bin verlassen!
Zum anderen zeigt es, dass ich etwas hinter mir gelassen habe. Ich habe etwas verlassen, was ich nicht mehr brauche oder ich nicht mehr will.
Zum Dritten gibt es mir Stärke, wenn ich weiß auf wen ich mich verlassen kann und in dieser Situation nicht mehr verlassen bin.

In meinem Leben brauche ich alle drei Varianten dieses Wortes, wenn ich an das Ziel meines Lebens kommen will.
1. Ich brauche Menschen an meiner Seite auf die ich mich verlassen kann, z. B. meine Ehefrau. Auf der Arbeit Kollegen mit denen ich die gestellten Aufgaben lösen oder abarbeiten kann. Auch solche die mir den rechten Weg durchs Leben zeigen, mir helfen oder mich korrigieren, wenn es in die falsche Richtung geht.
2. Loslassen ist eine wichtige Einstellung im Leben, wenn ich vorwärts gehen will. Ich muss alles verlassen, was mich hindert. Den Blick nicht nach hinten auf das Vergangene richten, sondern auf das, was vor mir liegt.
3. Auch die Einsamkeit muss ich ertragen lernen, wenn ich mich von allen verlassen fühle, damit ich meinen Blick neu auf das Wesentlichste ausrichten kann. Wenn alles auf mich einstürmt, bin ich oft überfordert die richtigen Entscheidungen zu fällen. Doch in der Ruhe der Einsamkeit kann ich mich neu orientieren.

Was sagt nun Gottes Wort zu diesen Situationen?
Es hat eine gute Antwort!
Eine Zusage von aller höchster Priorität:

5. Mose 31, 6 Seid stark und mutig, fürchtet euch nicht und erschreckt nicht vor ihnen! Denn der Herr, dein Gott, er ist es, der mir dir geht, er wird dich nicht aufgeben und dich nicht verlassen.
Jesaja 54, 7 Einen Augenblick habe ich Dich verlassen, aber mit großem Erbarmen werde ich Dich sammeln. 8 Im aufwallenden Zorn habe ich einen Augenblick mein Angesicht vor Dir verborgen, aber mit ewiger Gnade werde ich mich über Dich erbarmen, spricht der Herr, Dein Erlöser.
Matthäus 28, 20b Jesus spricht ein letztes Wort zu den Jüngern: Siehe, ich bin bei Euch alle Tage bis zur Vollendung des Zeitalters.
Wenn uns alle verlassen und wir ganz alleine sind, dann ist immer noch Jesus bei mir und bei Dir. Diese Zusage gilt bis zu seiner Wiederkunft auf der Erde, denn danach sind wir mit ihm für immer vereint.

Jeremia hat uns auch Entscheidentes aufgeschrieben, damit wir unsere Prioritäten richtig setzen:
Kap. 17,5 So spricht der Herr: Verflucht ist der Mann, der sich auf Menschen verlässt(vertraut) und Fleisch zu seinem Arm macht und dessen Herz vom Herrn abweicht! 6 Er wird ein kahler Strauch in der Steppe und nicht sehen, dass Gutes kommt und an dürren Stätten in der Wüste wird er wohnen, in einem salzigen Land, wo sonst niemand wohnt. 7 Gesegnet ist der Mann, der (sich) auf den Herrn (verlässt) vertraut und dessen Vertrauen der Herr ist! 8 Er wird wie ein Baum, der am Wasser gepflanzt ist und am Bach seine Wurzeln ausstreckt und sich nicht fürchtet, wenn die Hitze kommt. Sein Laub ist grün, im Jahr der Dürre ist er unbekümmert, und hört nicht auf, Frucht zu tragen.
Psalm 118, 8 Es ist besser, sich bei dem Herrn zu bergen, als sich auf Menschen zu verlassen. 9 Es ist besser, sich bei dem Herrn zu bergen, als sich auf Edle zu verlassen

Jesus gibt auch dem Schriftgelehrten die richtige Antwort, wenn es um das wichtigste Gebot im Leben der Menschen geht:
Markus 12, 29 Jesus antwortete ihm( dem Schriftgelehrten): Das erste ist:"Höre Israel: Der Herr, unser Gott ist ein Herr; 30 und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben aus deinem ganzen Herzen und aus deiner ganzen Seele und aus deinem ganzen Verstand und aus deiner ganzen Kraft!" 31 Das zweite ist dies: "Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst!" Größer als diese ist kein anderes Gebot.

In der Schrift wird in den einzelnen Übersetzungen für Verlassen oft Vertrauen verwendet oder umgekehrt, wenn es um die Festigkeit im Glauben an Gott geht. Auf Gott ist immer Verlass, so lange du dich an den richtigen, den einzigen lebendigen ewigen Gott, Jahweh Zebaoth, wendest, der sich in Jesus, seinem Sohn, offenbart hat.

Fühlst du dich verlassen, weil du dich noch nicht auf Gott verlassen hast.
Bist du enttäuscht, weil du dich auf Menschen verlassen hast.
Du brauchst Menschen an deiner Seite, die sich auf Gott verlassen, damit du von ihnen lernen kannst.
Aber setze dein Vertrauen nicht auf den Menschen, sondern auf die Botschaft, die er dir von Gott bringt und prüfe diese am Wort Gottes. Das Wort Gottes ist siebenfach geläutet und es kommt keine Lüge aus dem Mund Gottes. Gott ist der Vater der Wahrheit. Um dies zu bezeugen hat er seinen Sohn Jesus als Mensch auf diese unsere Erde gesandt. Jesus selbst sagte von sich: "Wer mich sieht, sieht den Vater. Glaubt an mich und an den der mich zu euch gesandt hat!"

Wenn du nie mehr verlassen sein willst, dann nimm Jesus als deinen Herrn an. Er hat dir den Weg zum Vater geebnet, in dem er mit seinem Tod alle unsere Sünden getilgt hat und uns durch seine Auferstehung neues Leben, aus Gott, geschenkt hat. Nach deiner Annahme zieht Jesus bei dir ein, dein Körper wird ein Tempel des Heiligen Geistes. Er ist dann immer bei dir, wohin du auch gehst. Im Gespräch(Gebet) mit ihm erfährst du alles, was du für dich brauchst und tun sollst. Zwei Dinge sind noch wichtig: Lese das Wort Gottes, die Bibel, sie ist das Handbuch Gottes für unser Leben. Zum anderen suche Gemeinschaft mit Menschen, die den Herrn lieben und nach seinem Wort leben und handeln.

Zum Schluss noch ein Wort vom Herrn:
Der Psalmist schreibt im Psalm 27, 10 Sogar mein Vater und meine Mutter haben mich verlassen, aber der Herr nimmt mich auf. Er gibt uns ein ewiges Zuhause, eine Heimat für immer. Aber hier und heute kannst du dich schon auf ihn verlassen. Seine Zusagen gelten nicht erst für die Zeit nach dem Tod. Nein hier mitten im Leben erfahren wir, dass auf ihn Verlass ist.

Ja, er wartet auf dich, dass du zu ihm kommst, denn er liebt dich schon seit vor Grundlegung der Welt und möchte, dass du zur Erkenntnis der Wahrheit kommst.
Hilfe kommt nur von Lebenden und Jesus lebt, denn er ist wahrhaftig auferstanden, deshalb feiern wir auch Ostern, es ist das Auferstehungsfest.

Kommentare:

  1. Super Post! sehr gut geschrieben!

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  2. Schreibe weiter!
    Komm aus Deiner Ecke
    Komm heraus aus deinen Enttäuschungen
    Um Dich herum hast du so liebevolle Geschwister!
    Sag Doch mal wirklicjh Danke dafür. Und nicht nur glaubensmäßig (prophetisch).
    Du bist wirklich geliebt!

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  3. ich glaube das du was zu sagen hast
    ich liebe deine Ehrlichkeit und deine direktheit, auch liebst du in einer weiße das wort, wie man es kaum sieht.
    sei offen, sei mutig, habe keine angst
    immer wenn du den mund aufmachst wird es menschen geben die es gut finden und die es schlecht finden - sich vielleicht auch verletzt fühlen. Sei barmherzig, rede, diene, aber höre auch zu.
    du weist wer ich bin ;)
    danke das es dich gibt!

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  4. Nachtrag:
    Eins habe ich ganz vergessen und das ist sehr wichtig, wenn es ums "verlassen" geht:
    1. Mose 2, 24 Ein Mann wird Vater und Mutter verlassen und seiner Frau anhangen und sie werden ein Fleisch werden.
    Hier steht nicht, dass die Männer den Frauen nachjagen sollen und dann mit ihnen Spaß haben sollen.
    Wenn von seiner Frau geschrieben steht, dann musst du deine Frau erstmal suchen. Für die Suche gibt es auch eine Verheißung in der Schrift: " Wer sucht, der wird finden!!!"
    In meiner Jungend stand die Suche nach einer Frau fürs Leben noch ganz oben auf der Prioritätenliste, denn eine Frau ist wichter als Autos, Reisen, Hobby und sonstiger Zeitvertreib. Sie ist dir die Gehilfin fürs Leben. Das man miteinander Freude hat, bekommst du noch gratis dazu. Gott wusste warum er Adam die Eva zu Seite stellte. Wenn sie nur "Gehilfin" sein sollte, dann hätte Gott sicher den ersten Roboter auf der Welt erfunden. Nein Gott hat uns Männern eine Gehilfin zur Freude als Frau geschenkt. Jeder hat die freie Auswahl aber er muss sich auch entscheiden, das heißt verbindlich machen. Gott hat sich auch verbindlich gemacht, in dem er festgelegt hat, dass nur über seinen Sohn Jesus der Zugang zu ihm frei ist. Wer den Sohn nicht will, wird nie beim Vater ankonmmen. Er ist dann immer von Gott verlassen.
    Wer keine Frau fürs Leben will, wird nie die Liebe richtig kennen lernen, es sei denn er bleibt um des Riches Gottes Willen ledig und lässt sich vom Vater aller Väter lieben, wie es Paulus gemacht hat.

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  5. Danke,
    eine wichtige Entscheidung
    und eine eine schöne zugleich ;)

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